© Aymeric Picot
Unsere Sehenswürdigkeiten, an denen kein Weg vorbeiführt

Empfindliche Naturräume

Sensible Umgebungen : Schützen wir unsere wilde Natur

Die Natur unteres Reiseziels ist ein Reichtum. Wir haben viele Naturschutzgebiete oder aufgrund ihres Reichtums an seltener Fauna und Flora, deren Überleben wir sichern müssen, unter Naturschutz zu stellende Gebiete. Die Artenvielfalt dieser Gebiete ist ein Schatz, den es zu bewahren gilt !

Die Hecken unserer Bocage

Die Hecken für Igel

Die Hecke ist Teil unserer täglichen Umgebung. Sie besteht aus Bäumen und/oder Sträuchern und umsäumt Grundstücke, Straßen, Gärten, Gebäude usw.

Sie schützt vor dem Wind, unterbricht den Wasserfluss und ist eine Quelle der Artenvielfalt. Wir brauchen sie in unserem täglichen Leben und auch die Tiere (Eulen, Meisen und Igel).

Lassen Sie uns speziell über den Igel sprechen. Der Lebensraum der oftmals in unseren Gärten, auf den Feldern oder auf den Straßen anzutreffen Igel ist gefährdet und droht durch die kontinuierliche Evolution des menschlichen Lebens auf der Erde zu verschwinden. Ihr Boden, ihre Büsche und ihre Unterschlüpfe werden in der Tat nach und nach durch Beton ersetzt. Der Igel lebt nomadisch und ist ein Einzelgänger.

Um zu seinem Arterhalt beizutragen, können Sie Hecken und Sträucher pflanzen oder ihm sogar Material zum Nisten geben  ! Die Igel werden es Ihnen danken, indem sie Ihnen helfen, die Ihren Garten schädigenden Schnecken und Maikäfer loszuwerde !

Das Watt und das Seepferdchen

Das Watt ist der Bereich, der je nach den Gezeiten vom Wasser bedeckt ist oder nicht. Je nach Beschaffenheit der Küste kann es felsig, sandig, schlammig oder eine Mischung aus all dem sein.

Aufgrund dieses Phänomens sitzen bestimmte Pflanzen- und Tierarten in der Falle ! Dies kann in der Tat problematisch werden, wenn der Wasserstand niedrig ist.

Unter diesen Tieren ist eine Art, die alle kennen, deren Existenz in unserem Watt aber vielen unbekannt ist : das kurzschnäuzige Seepferdchen und seine Vettern, das große Syngnathus und das Nerophis lombricoides. Es ist nur schwer vorstellbar, dass diese in den Seegraswiesen versteckten Tiere an unseren Küsten leben können, da man sie sich vielmehr in tropischen Gewässern vorstellt! Bis heute gibt es nur sehr wenige wissenschaftliche Studien über diese jedoch allen bekannte Art! Viele sind über diese Situation besorgt, da das Seepferdchen vom Aussterben bedroht ist …

Im Departement Manche steht die Art seit 2017 unter Naturschutz. Wenn Sie bei Ihren Spaziergängen ein Seepferdchen oder einen anderen der oben erwähnten Vettern finden, ist es wichtig, dies an die Programme der Hafenwache «vigie des havres»: vigiedeshavres@associationavril.org oder direkt an die Website weiterzuleiten, (die Datums- und Ortsangabe sowie ein Foto werden empfohlen, damit die Informationen an die Wissenschaftler weitergereicht werden können).

Der Seehund

In der Bucht des Mont Saint Michel lebt eine Kolonie von Seehunden. Es gibt 600.000 davon weltweit und nur noch 300 in Frankreich ! Etwa 75 leben in der Somme-Bucht, 60 in der Bucht von Les Veys (östlich des Cotentin) und 40 in der Bucht von Mont-Saint Michel.

Der Seehund, ein Vetter des Seelöwen, ist ein Meeressäugetier mit Haaren und Lungen zum atmen. Sein Lebensraum ist das Meer. Das Weibchen hat Zitzen zum Säugen. Um sich zu ernähren, frisst der Seehund vier bis fünf Kilo Fisch pro Tag! (Durchschnittliche Ration für ein 80 kg schweres Weibchen). Seine Zähne ähneln denen eines Hundes. Seine Schnurrhaare (Vibrissae genannt) dienen ihm dank ihrer Schwingungsempfindlichkeit zum Fangen von Fischen.

Die Kehrseite der Medaille : Die Seehunde vermehren sich nur langsam, weshalb sie eine empfindliche Art sind ! Die Weibchen sind nur einmal pro Jahr trächtig und bekommen bei jedem Wurf nur ein Junges! Die Paarung findet im September statt und der eigentliche Beginn der Trächtigkeit ist durchschnittlich im Dezember. Sie dauert etwa 7 Monate.

Während Ihrer Spaziergänge entlang der Küste können Sie auf zwei Arten von Strandungen stoßen :

  • Strandungen von erwachsenen Tieren, die tot oder durch eine Verletzung oder Krankheit geschwächt sind;
  • Strandungen von Jungtieren, die entweder durch einen Eingriff (Wanderer, Jagdflugzeuge…) oder durch natürliche Ursachen (starker Sturm, starker Gezeitenstrom…) zufällig von ihren Müttern getrennt wurden.

Wenn diese Tiere nicht schnell von Spezialisten versorgt werden, ist ihre Überlebenschance gering. Im Falle einer Strandung ist es daher notwendig, schnell folgende Stellen zu informieren :

  • Die Feuerwehr unter der Rufnummer 18
  • Das Forschungszentrum für Meeressäugetiere (CRMM) in La Rochelle unter der Telefonnummer 05 46 44 99 10

Da der Seehund ein wildes Tier ist, das sich mit seinen Krallen und seinem Biss verteidigen kann, sind folgende Vorsichtsmaßnahmen erforderlich :

  • Einen Mindestabstand von 300 m einhalten
  • Menschenansammlungen, Lärm und Tumult vermeiden
  • Ihren Hund an der Leine führen

Der Spülsaum und der Seeregenpfeifer

Der Spülsaum ist der gesamte vom Meer angesammelte Schutt und der gesamte Detritus, der während der Gezeiten am Strand abgelagert wird. Dieser Begriff wird in allen Ländern verwendet. Es zeichnet auch eine Linie oder ein Band, das die Grenze der Wellen darstellt. Er stellt ein Nahrungsreservoir für alle Vögel und insbesondere für die Seeregenpfeifer dar und trägt zum Ökosystem der Küste bei.

Der Seeregenpfeifer ist eine Küstenvogelart. Man kann ihn von anderen erwachsenen  Regenpfeifern anhand seines auf der Brust unterbrochenen dunklen Kragens, seiner dunklen Beine und seines dunklen Schnabels unterscheiden.

In ein paar Zahlen :

  • Ein Rückgang seiner Anzahl um 50 % über 10 Jahre (2010-2019) im Departement Manche
  • Die größte Mikrokolonie befindet sich zwischen der Segelschule und Pointe d’Agon-Coutainville, d.h. etwa zwanzig Paare
  • Das Weibchen hat bis zu vier Legezeiten pro Jahr
  • Die Seeregenpfeifer können bis zu zwanzig Jahre alt werden
  • Die Brutzeit der Art beträgt 5 Monate und liegt zwischen April und August.

So schützen Sie die Seeregenpfeifer auf Ihre Weise :

  • Sammeln Sie während der Brutzeit keine Abfälle am Strand auf
  • Führen Sie Hunde an der Leine
  • Wenn Sie ein Nest entdecken, können Sie sich an die ornithologischen Gruppe der Normandie GONm wenden, die Sie über die richtigen Schritte informieren wird : 02 31 43 52 56